Hier zeige ich euch meine Lieblingsaktien, denn ich blicke positiv in die Zukunft der deutschen Wirtschaft 🙂

 

Vor einiger Zeit habe ich mit einem guten Freund telefoniert, der in die USA ausgewandert ist und er meinte tatsächlich, dass aus Deutschland keine relevanten Firmen mehr kommen. Als Antwort darauf habe ich diesen Artikel geschrieben, indem ich euch meine Lieblingsaktien aus Deutschland vorstellen werde. Zwar gibt es den sogenannten homebias Effekt, bei dem die Aktien aus dem eigenen Land überschätzt werden, aber aus vielen Gründen rate ich nach wie vor dazu, den Großteil des Portfolios aus deutschen Aktien aufzubauen, denn deutsche Aktien sind fundamental gesehen weitaus günstiger als Aktien aus den Vereinigen Staaten von Amerika. Des Weiteren boomt die deutsche Konjunktur und die Anforderungen und die Transparenz, welche an Aktiengesellschaften gestellt werden, sind im weltweiten Vergleich gesehen extrem hoch. Nun will ich euch nicht länger auf die Folter spannen und fange einfach mal an 🙂

 

  1. Fresenius: Der Börsenguru Andrey Kostlany meinte eins: ,,Kaufen Sie Aktien, lassen Sie diese 10 Jahre ruhen und Sie sind reich.“ Das trifft auf den Medizintechnikkonzern Fresenius besonders zu. Die Aktien hat sich in den 2000er Jahren mehr als verzehnfacht. Die Firma besitzt mehr als 100 Kliniken, die natürlich mit den eigenen Produkten ausgestattet werden. Dazu kommt eine riesige Produktpalette und auf nahezu jeder Infusion und jedem Handseifenspender in deutschen Krankenhäusern steht mittlerweile Fresenius.

 

  1. Deutsche Post: Die Deutsche Post ist der weltweite Marktführer im boomenden Logistikmarkt. Die Zahlen brechen jedes Jahr Rekorde und als die Firma Elektrolieferwagen haben wollte, hat sie mal eben ein Start-Up-Unternehmen dafür gekauft. Dazu kommen weitere innovative Projekte wie eine Zusammenarbeit mit VW, bei der Kofferräume als Paketboxen fungieren. Viele Analysten sehen noch Luft nach oben und Sie setzen Kursziele von über 50€. Nur langfristig muss man bei der Post aufpassen, denn dem Konzern droht eine Konkurrenz durch Amazon, was auch einen eigenen Lieferservice aufbauen möchte.

 

  1. Allianz: Dieser weltweit größte Versicherungskonzern zahlt eine sehr gute Dividende und er ist trotz stark steigender Kurse mit einem KGV von 11 nach wie vor gut bewertet und günstig. Viele Tochtergesellschaften und die Vertretung in über 70 Ländern diversifizieren das Unternehmen enorm, was Risiken senkt.

 

  1. BASF: Das Unternehmen aus Ludwigsburg bei Stuttgart ist der weltweit größte Chemiekonzern und durch viele Übernahmen in letzter Zeit (gerade wurde der belgische Konkurrent Solvay gekauft) baut die Firma ihr Polyamidgeschäft weiter aus. Die Aktie hat noch viel Spiel und Experten sehen Kursziele bei über 110 Euro. Zu beachten ist allerdings, dass BASF viele Ölrücklagen zur Kunststoffherstellung besitzt, weshalb die Aktie in gewisser Weise mit dem Ölpreis korreliert.

 

  1. Indus Holding: Diese Beteiligungsgesellschaft aus Bergisch Gladbach kauft sich vor allem bei mittelständischen Maschinenbau- und Medizintechnikunternehmen ein. Dies macht die Firma sehr erfolgreich, denn sie ist breit aufgestellt, hat sehr gute Zahlen und die Aktie steigt langfristig und konstant.

 

  1. MBB SE: Dieser Konzern ist aus dem ehemaligen Flugzeughersteller Messerschmidt entstanden. MBB SE ist eine breitaufgestellte Holding mit einem Umsatz von über 190.000€. Aus MBB SE ging dieses Jahr die IPO von Aumann hervor, an denen MBB SE von 60% der Anteile besitzt. Aumann stellt Spindeln für Elektromotoren her und das Geschäft läuft herausragend, denn der Umsatz konnte allein in diesem Jahr um 35% gesteigert werden. Auch der Ökostoffehersteller Delignit gehört zu MBB, was zeigt, dass die Firma viel Phantasie besitzt.

 

  1. Jungheinrich Vz.: Dieser führende Hersteller für Gabelstapler baut gerade seine Geschäfte in China aus und es läuft hervorragend. Eine Rekordproduktion, Insiderkäufer und eine Expansion nach Osteuropa sprechen dafür, dass es auch in Zukunft gut für Jungheinrich aussieht.

 

  1. secunet Security Networks: Dieser Firma aus Essen ist ein absoluter Kracher in Sachen IT-Sicherheit. Das Unternehmen ist sehr vielschichtig und kümmern sich u. a. um Verschlüsselung (Kryptografie), automatische Passkontrollen, elektronische Steuererklärungen (ELSTA), Vierenscanner/ Firewalls für Autos und Flugzeuge, Identifizierungs- und Authentifizierungsverfahren, Portalsicherheit, Sicherheitsberatung, Sicherheitskonzepte, Schulungen. E-Mailverschlüsselung, IT-Sicherheit für das Gesundheitswesen und noch vieles mehr. All das sind boomende Segmente, was viel Potential verspricht. Allerdings ist die Aktie mit einem KGV von über 40 nicht gerade günstig, was Risiken bürgt, was allerdings typisch für growth Unternehmen aus dem Techbereich ist.

 

  1. Leifheit: Dieser Haushaltswarenhersteller ist für Wäschespindeln etc. bekannt und in vielen dieser Bereiche Marktführer. Außerdem ist er günstiger zu haben, als viele amerikanische Unternehmen, die Haushaltswaren herstellen. Die Produktpalette wird immer wieder erweitert und das Unternehmen möchte zunehmend Männer als Kunden gewinnen. Allerdings wurden die Gewinnprognosen wegen des starken Euros (dieser erhöht die Kaufpreise für Kunden aus dem NICHT-EURO-Ausland) gerade gesenkt, weshalb die Aktie fiel. Da diese Prognose nicht auf strukturelle Probleme zurückzuführen ist, sehe ich jetzt einen guten Einstiegszeitpunkt bei Leifheit.

 

  1. Technotrans: Technotrans hat sich vom Druckergewerbe zunehmend auf den boomenden Markt der Kühlflüssigkeiten spezialisiert und das läuft wie geschmiert, denn extrem viele elektronischen Geräte brachen diese Kühlmittel, sodass die Nachfrage steigt. Davon profitiert das Unternehmen, welches immer wieder mit Höchstkursen und Rekordzahlen glänzt.

 

  1. Covestro: Dieses Tochterunternehmen von Bayer stellt hochwertige Spezialkunststoffe wie Makrolon her und es wird sukzessiv von Bayer abgespalten. Covestro ist der Highflyer der letzten Zeit und ein Favorit für den DAX, wo das Unternehmen 2019 hinkommen könnte, wenn Bayer mehr Anteile verkauft. Es läuft extrem gut bei Covestro und die Commerzbank sieht ein Kursziel von 81€ vor.

 

PS: Wie immer handelt es sich bei dem Artikel um meine Meinung und nicht um Kaufempfehlungen.