Ist Bull of Wallstreet gleich Wolf of Wallstreet?

Viele von euch haben bestimmt den Film ,,Wolf of Wallstreet“ gesehen, und ja natürlich hat der Name des Films die Namensfindung meiner Seite beeinflusst.

Warum ich jedoch den Bären statt den Wolf gewählt habe, kannst du hier nachlesen: Bulle und Bär an der Börse. Außerdem möchte ich nicht von Hollywood verklagt werden, Hier möchte ich erklären, warum ich keine konkreten Tipps gebe, welche Aktien du kaufen sollst. Und warum du dich vor Leuten hüten solltest, die dies tun.

Im Film spielt Leonardo di Caprio einen jungen Broker, der übers Telefon genau das macht: Er empfiehlt und verkauft den Leuten Aktien. Hat er einmal das Vertrauen der Leute gewonnen, indem er ihnen mit den Aktien ‚guter, großer‘ Firmen einen kleinen Gewinn verschafft hat, verkauft er ihnen so genannte Penny-Stocks. Damit sind Aktien gemeint, deren Wert unter einem Euro bzw. Dollar liegt.

Vorher hat er selber einen großen Teil dieser Aktien gekauft, und wenn durch die künstlich generierte Nachfrage dann der Preis der Aktie steigt, verdient er nicht nur an der Verkaufsprovision, er kann auch die Aktien mit Gewinn verkaufen. Dies lässt den Preis abstürzen, und die Kunden verlieren ihr Investment. Dann merken sie, dass die gekauften Penny-Stock-Aktien Anteile von totalen Schrottfirmen (die z. T. schon Pleite sind) waren.

Was lernen wir daraus: Hüte dich vor Leuten, die dir ‚todsichere‘ Tipps geben, welche Aktie du kaufen ‚musst‘, weil ‚garantiert‘ ist, dass sie ,,durch die Decke“ geht. Das gibt es nämlich nicht. Je geringer der Wert der empfohlenen Aktie, desto vorsichtiger muss man sein, den Aktien, die im Centbereich liegen, unterliegen einer besonders hohen Schwankung (Volatilität genannt) und deswegen werden ihre Kurse oft kurzfristig und künstlich nach oben getrieben, was in ,,Wolf of Wallstreet“ sehr gut gezeigt wird. Außerdem ist die Zukunft immer ungewiss und niemand kann aus der Gegenwart bzw. der Vergangenheit die Zukunft ableiten, was Hot-Hand-Trugschluss genannt wird. Trotzdem gibt es bestimmte Kriterien, Indikatoren und Kennzahlen, die dir das Finden von guten Aktien erleichtern. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, trage dich für meinen kostenlosen E-Mailkurs ein.

Trotzdem möchte ich dir natürlich konkret helfen und dich nicht mit irgendeinem BLA BLA malträtieren. Deswegen verweise ich immer wieder auf solide Aktien von Firmen, die ich als gut erachte. Dies ist dann aber als Hinweis und nicht als eine Kaufempfehlung zu verstehen (ich mache keine Anlageberatung), auch weil sich die Attraktivität von Aktien schnell wandeln kann. Ein gutes Beispiel hierfür ist der VW-Skandal, der die Aktie massiv in Abseits geschlossen hat.

Zum Abschluss möchte ich dir noch einen Tipp geben, an dem du ,,manipulierte Empfehlungen“ von Aktien oft erkennen kannst.

In Deutschland müssen die Tippgeber im Disclaimer, FAQ oder am Ende der Empfehlung angeben, dass zwischen der Redaktion der Internetseite und der Firma, dessen Aktien angepriesen wird, ein Vertrag besteht, welcher die kostenpflichtige Erstellung der Empfehlung impliziert, sprich die Empfehlung ist gekauft. Darunter wird dann oft noch angekündigt, dass die Auftraggeber des Artikels sich in Zukunft von Aktienbeständen trennen wollen. Dies spricht dann sehr dafür, dass der Kurs nur kurzfristig, ala ,,Wolf of Wallstreet“ nach oben gepusht wird, um sie dann anschließend zu verkaufen und ins Bodenlose fallen zu lassen.